Am Freitag den 28. September, nur zwei Wochen nach den Norddeutschen Meisterschaften, ging unsere Reise nach Neumarkt los. Alex und Ilo stellten sich zu Verfügung uns mit ihren Autos zufahren. Also teilten wir uns auf die Autos auf und fuhren  5 1/2 Stunden nach Süden mit viel Musik, Gesang und Schlaf vergingen die Stunden wie im Flug. Da Alex schon früher los fuhr als Ilo, hatten ein paar von uns schon mal die Möglichkeit sich Neumarkt anzuschauen. In der Zeit als wir auf die anderen warteten, aßen wir gemütlich ein Eis und gingen in sämtliche Läden in der kleinen aber feinen, Einkaufspassage. Zum Abend hin, kam der Rest von unseren Mädels an, wir meldeten uns gleich an und bekamen unser schickes Bändchen. Da unsere Unterkunft nicht auf dem Wettkampfgelände lag, mussten wir mit den Autos weiter fahren. Mal wieder hatten wir Glück und mussten uns mit keiner weiteren Mannschaft den Klassenraum teilen. Wir luden die Autos aus und richteten uns das Klassenzimmer gemütlich ein. Gemeinsam aßen wir unsere mitgebrachten Lebensmittel und ließen den Tag langsam Ausklingen.

Nach einer wundervollen Nacht auf unseren Isomatten wurden wir um 6:30 Uhr sanft von unseren Weckern geweckt. Wir packten unsere Taschen für den gesamten Wettkampftag und fuhren mit den Autos zum Frühstück. Da sich sehr viel Mühe beim logistisch sinnvollen Aufbau des Büffets in der Großen Halle gegeben worden war, in welcher etwa 2000 Turnerinnen und Turner sowie Trainer innerhalb von 2 Stunden mit Frühstück versorgt werden sollten, stellten wir uns vorbildlich in der ca. 70 Meter langen Schlange an. Nach dem Frühstück wurden wir auch schon mit Shuttle Bussen zu unserer ersten Disziplin, dem Orientierungslauf, gefahren.

Der Start befand sich am Rand eines Waldes in einer hügeligen Landschaft, die Sonne schien und es war erstaunlich warm für einen Septembermorgen. Nach einer kleinen Erwärmung und einigen Minuten aufgeregten Wartens starteten unsere 6 Läufer endlich mit Karten, Kompass und Chips für das „abstempeln“ an den Punkten bewaffnet in den Lauf. Natürlich entschieden wir uns dabei aus irgendeinem Grund wie immer für genau die Richtung, in der keine andere Gruppe vor uns ihren ersten Punkt gesucht hatte.

Trotzdem oder vielleicht auch grade deshalb wurde der Lauf ein voller Erfolg. Wir kämpften uns durch dichtes Gestrüpp, motivierten uns (an dieser Stelle nochmal ein besonderer Dank an Hannah) gegenseitig, auch wenn das Gelände extrem anspruchsvoll war, fanden so alle Punkte und kehrten (bis auf zwei Bremsenstiche) unversehrt wieder aus dem Wald zurück. Der Rest unserer Mannschaft konnte zunächst gar nicht glauben, dass wir schon zurück waren, als wir komplett außer Atem 2 Minuten unter der Zeit im Ziel ankamen. Uns wurde klar, dass wir zum ersten Mal eine 10er Wertung und damit die volle Punktzahl erreicht hatten.

       

Auf die Plätze und Los       jubelnder Zieleinlauf       Höchstpunktzahl im Orientierungslauf

Hoch motiviert fuhren wir mit den Shuttlebussen zurück zur Schule, um uns für den Medizinballwurf anzumelden. Wir stellten fest, dass wir noch etwas Zeit hatten bis zum Werfen also machten wir uns schon mal langsam warm und fingen an uns einzuwerfen. Dann kam uns die Idee, dass wir einfach an einem der leeren Wurfpunkte fragen könnten, ob wir vorgezogen werden können, damit wir hinterher mehr Zeit für die Vorbereitung aufs Turnen haben. Dies taten wir dann auch und hatten sogar Glück. Leider durften nur unsere Trainerin und die Mädels, die auch werfen auf die Wurffläche. Deshalb mussten zwei von uns hinter der Absperrung bleiben. Doch das konnte sie nicht davon abhalten, uns lautstark anzufeuern. Alles lief super, wir motivierten uns alle gegenseitig und die Bälle flogen auf 9,00 bis 14,00 Meter und brachten uns am Ende 9,3 Punkte das ist bisher unsere Bestleistung. Super gelaunt ging es zum Turnen.

Leider hatte sich hier im Laufe des Tages alles sehr stark verzögert und wir mussten noch sehr lange etwas gestresst und aufgeregt auf die letzte Disziplin warten. Als wir endlich als vorletzte Gruppe unsere Übung zeigen durften viel uns auf, dass wir das Auflaufen gar nicht genau besprochen hatten, außerdem mussten wir dann noch Ewigkeiten in unserer Anfangsposition auf das Kampfgericht und den Moderator warten und schließlich war auch noch der Anfang der Musik viel zu leise gestellt, sodass wir noch aufgeregter, etwas unsicher und mit leichter Verzögerung in die Übung starteten. Zwar war die Übung durch diese etwas ungünstigen Voraussetzungen nicht so gut wie wir es uns nach den beiden extrem erfolgreichen Disziplinen zuvor erhofft hatten, jedoch konnten wir das Kampfgericht dennoch einiger- maßen überzeugen und erhielten schlussendlich 8,4 Punkte.

 

Nach diesem erfolgreichen Tag gingen wir als Gruppe noch Pizza essen und erfuhren danach bei der Show der Sieger, der Siegerehrung, dass unsere Mannschaft des ASV Berlins dieses Mal den 13. Platz belegt von 51 Mannschaften belegt hatten. Wir müssen nicht schreiben, dass wir einfach echt glücklich und zufrieden darüber waren. 😊 Es wurde eine fröhliche Abschlussparty von diesen erfolgreichen Meisterschaften.

Geschrieben von Meret